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Bewährte Funktionen aus SAP-Lösungsbausteinen sicher weiter nutzen

Autor: Redaktion New Healthcare

In vielen Krankenhäusern bildet SAP seit Jahren das administrative Rückgrat zentraler Prozesse. Materialwirtschaft, Beschaffung, Bestandsführung, Abrechnung und Finanzprozesse sind dort sehr bewährt abgebildet. Gleichzeitig nutzen viele Einrichtungen zusätzliche Apps, Erweiterungen oder Lösungsbausteine, um krankenhausspezifische Abläufe dort zu unterstützen, wo der SAP-Standard nicht weit genug geht.

Diese Lösungen haben sich in der Praxis vielfach bewährt. Sie schließen Prozesslücken, reduzieren Medienbrüche und erleichtern den Arbeitsalltag in den Fachbereichen. Dadurch sind sie in vielen Krankenhäusern zu einem festen Bestandteil der SAP-Landschaft geworden. Doch die Anforderungen ändern sich. Krankenhäuser bereiten sich auf SAP S/4HANA vor. Gleichzeitig steigt der Druck, SAP-Landschaften stärker an Cloud- und Standardarchitekturen auszurichten. Für viele bestehende Lösungsbausteine stellt sich deshalb die Frage, wie sie künftig weiter genutzt werden können.

Für Krankenhäuser ist das keine theoretische Frage. Es geht um Funktionen, die heute im Betrieb gebraucht werden: auf Station, in der Beschaffung, in der Apotheke, in der Abrechnung oder im Finanzbereich. Wenn diese Bausteine nach einer Systemumstellung nicht mehr zuverlässig laufen oder nicht mehr unterstützt werden, entstehen operative Risiken im laufenden Betrieb.

Warum bestehende Lösungsbausteine jetzt zum Thema werden

Krankenhausprozesse folgen selten einem einfachen, linearen Ablauf. Sie verbinden Fachbereiche, zentrale Dienste, externe Datenquellen, Dokumentationsanforderungen und finanzielle Folgeprozesse. Gerade an diesen Schnittstellen haben sich zusätzliche Lösungsbausteine über Jahre bewährt, etwa:

  • Ein Materialbedarf entsteht auf der Station und muss nachvollziehbar freigegeben werden,
  • Artikeldaten müssen recherchiert, übernommen oder gepflegt werden,
  • BTM-Bewegungen müssen lückenlos dokumentiert werden,
  • Zahlungseingänge müssen digital verarbeitet und Ausnahmen strukturiert geklärt werden.

All diese Anforderungen bleiben auch mit einer neuen SAP-Version bestehen. Entscheidend ist jedoch, ob die eingesetzten Lösungen technisch weiterhin unterstützt werden, ob passende Nachfolgeversionen verfügbar sind und wer die Wartung und den Support übernimmt.

Genau hier entsteht aktuell Handlungsbedarf. Viele Krankenhäuser nutzen bewährte Lösungen, deren ursprüngliche Support- und Weiterentwicklungsperspektive unsicher geworden ist. Anbieterstrukturen ändern sich, Technologien werden abgelöst, Know-how ist nicht mehr verlässlich verfügbar. Dadurch kann aus einer bewährten Lösung, die fachlich weiterhin benötigt wird, ein vermeidbares Betriebsrisiko entstehen.

Warum S/4HANA bestehende Bausteine nicht automatisch weiterführt

Eine S/4HANA-Migration ist mehr als ein technisches Update. Mit der neuen Systemgeneration verändern sich technische Grundlagen, Datenstrukturen und Integrationsmöglichkeiten. Lösungen, die in einer bestehenden SAP-Landschaft über Jahre zuverlässig funktioniert haben, können deshalb nicht automatisch unverändert weiterlaufen.

Das bedeutet jedoch nicht, dass bewährte Funktionen entfallen müssen. Vielmehr sollten sie für die neue Landschaft angepasst, neu bereitgestellt oder durch eine geeignete moderne Anwendung ersetzt werden. Andernfalls besteht das Risiko, dass wichtige Funktionen nach der Migration nicht mehr wie gewohnt verfügbar sind.

Gerade im Krankenhausumfeld kann das spürbare Folgen haben. Wenn Anforderungen auf Station, Nachweise in der BTM-Dokumentation, Kataloganbindungen, Großhandelsabfragen, Fremdhausfaktura oder elektronische Kontoauszüge nicht mehr sauber unterstützt werden, entstehen wieder genau die manuellen Umwege, die die Lösungsbausteine ursprünglich vermeiden sollten. Das gilt ebenso für Excel-Uploads und Belegschnittstellen für externe Fakturen sowie für KIS-Integrationen und gesetzliche Kommunikationsanforderungen, etwa SAMU-Sätze.

Deshalb lohnt es sich, bestehende Bausteine nicht erst kurz vor dem Go-live zu bewerten. Entscheidend ist, frühzeitig zu klären, welche Funktionen weiterhin benötigt werden und welche passende New Healthcare App sie künftig übernehmen kann.

Warum SAP-Cloud die Frage zusätzlich verschärft

Neben S/4HANA verändert auch die SAP-Cloud-Strategie die Ausgangslage. Cloud-Landschaften sind stärker auf Standardisierung, saubere Erweiterungskonzepte (Stichwort: clean core) und wartbare Architektur ausgelegt. Klassische individuelle Erweiterungen lassen sich dort nicht in derselben Form weiterführen wie in historisch gewachsenen On-Premise-Systemen.

Für Krankenhäuser ist das besonders relevant. Die Frage lautet daher nicht, ob krankenhausspezifische Prozesslogik noch gebraucht wird. Sie wird gebraucht. Sie muss weiterhin unterstützt werden – allerdings auf einer technischen Grundlage, die langfristig tragfähig ist.

New Healthcare verfolgt deshalb den Ansatz, bewährte Funktionen bestehender Lösungsbausteine in moderne, unterstützbare Anwendungen zu überführen und diese perspektivisch auch für Cloud- und BTP-Szenarien weiterzuentwickeln. So bleibt die fachliche Unterstützung erhalten, während sich die technische Grundlage modernisiert.

New Healthcare übernimmt Entwicklung, Wartung und Weiterentwicklung

New Healthcare entwickelt und unterstützt Helfer-Apps für SAP-Landschaften im Krankenhaus. Der Fokus liegt auf konkreten Funktionen, die im Klinikalltag gebraucht werden und in vielen Häusern bereits durch bestehende Lösungsbausteine oder Individualentwicklungen unterstützt werden. Ist eine passende Anwendung bereits in unserer App-Bibliothek vorhanden, kann sie bestehende Funktionen übernehmen oder ersetzen.

Der Einstieg erfolgt dabei immer dort, wo heute ein konkreter Baustein weiter genutzt, ersetzt oder für S/4HANA abgesichert werden soll. Das Grundprinzip dahinter ist einfach: Bewährte operative Funktionen müssen nicht verloren gehen, nur weil sich die SAP-Landschaft verändert. Sie lassen sich mit neuen, unterstützten Anwendungen weiterführen und schrittweise in eine zukunftsfähige Form überführen.

Unterstützung im laufenden Betrieb

Für Krankenhäuser zählt dabei nicht nur, ob eine Anwendung eine fachliche Funktion erfüllt. Entscheidend ist auch, ob sie langfristig betrieben, unterstützt und weiterentwickelt werden kann. Gerade ältere Erweiterungen verlieren an Wert, wenn Wartung, Updates oder Know-how nicht mehr verlässlich gewährleistet sind.

New Healthcare Apps sind deshalb auf nachhaltigen Betrieb ausgelegt. Bei Bedarf begleiten unsere Partner die Einführung, Anpassung, User Enablement und den laufenden Support. So entstehen Lösungen, die nicht nur heute funktionieren, sondern auch zukünftige Modernisierungsschritte unterstützen.

Damit verändert sich auch der Blick auf bestehende Lösungsbausteine. Statt sie lediglich bis zur nächsten Systemumstellung weiterzuführen, lassen sie sich in moderne, fachlich begründete Anwendungen überführen – für SAP S/4HANA ebenso wie für künftige Cloud-Szenarien.

Entdecken Sie die passenden Apps für Ihre SAP-Landschaft

SAP bleibt das zentrale System für administrative Krankenhausprozesse. Doch damit bewährte Funktionen auch nach der S/4HANA-Migration und auf dem Weg in die SAP-Cloud weiter nutzbar bleiben, müssen sie rechtzeitig in eine neue technische Form überführt werden.

Die New Healthcare App-Bibliothek bietet dafür praxisnahe Helfer-Apps für Krankenhäuser. Jede App adressiert eine konkrete operative Aufgabe und kann gezielt dort eingesetzt werden, wo ein vorhandener Lösungsbaustein weitergeführt werden soll oder ein bestehender SAP-Prozess zusätzliche Unterstützung braucht.

Auf unserer Produktseite erfahren Sie, welche Apps zu Ihren bestehenden Lösungsbausteinen und aktuellen Anforderungen passen. Gerne prüfen wir gemeinsam mit Ihnen, ob es für Ihren bestehenden Lösungsbaustein oder Ihre Individualentwicklung bereits eine passende New Healthcare App gibt und wie Sie bewährte Funktionen weiter nutzen und für S/4HANA sowie künftige Cloud-Szenarien vorbereiten können.

Redaktion New Healthcare
Redaktion New Healthcare
Fachbeiträge & Einblicke aus der Praxis

Dieser Beitrag stammt aus der New-Healthcare-Redaktion. Wir bündeln Perspektiven und bereiten Themen so auf, dass sie im Klinikalltag wirklich nutzbar sind.